Winzergenossenschaft Glottertal

Die Südhänge der beiden Einzellagen „Eichberg“ und „Roter Bur“ gehören zu den steilsten Rebbergen in Baden und zu den höchstgelegenen in Deutschland. Der Granit-Gneis-Verwitterungsboden und das außergewöhnliche Mikro-klima bilden hervorragende Voraussetzungen für ein opti-males Rebenwachstum und einen hohen Qualitätsstandard. Die nach Süd-Südwest ausgerichteten Rebhänge bilden eine optimale Lage der Weinberge, der Granitverwitterungsboden erwärmt sich sehr schnell, die gute Thermik im Tal sorgt für eine hervorragende Durchlüftung der Laubwände und der Trauben, an den steilen Hängen (bis 60 Grad Neigung) erfolgt eine optimale Nutzung der Sonnenstrahlung und bedingt durch den Hausberg „Kandel“ mit einer Höhe von 1234 Meter gibt es genügend Niederschläge. Die Glottertäler Winzer kennen noch jeden Rebstock persönlich.

Das Filetstück im Glottertal ist die weltberühmte Lage „Roter Bur“. Das besondere Mikrokli-ma in diesem Weinberg sowie die geringe Ertragsmenge von 60 Liter pro Ar bringen den Weinen im langjährigen Durch-schnitt etwa 5 bis 8 Grad Oechsle mehr. Grundsätzlich maischevergoren sowie im großen Holzfass gereift, präsentieren sich die Weine aus dem „Roten Bur“ dichter, stoffiger und intensiver im Geschmack als die Weine aus der Lage „Eichberg“.
Als Besonderheit gilt der „alte Glottertäler“, wie er vor 1971 an- und ausgebaut wurde. Damals bepflanzte man ein Rebgrundstück mit ca. 60 % Spätburgunder, 30 % Ruländer und 10 % Gewürztraminer. Dies wurde aus Ertragsgründen praktiziert, da das Pflanzmaterial nicht so ertragssicher war wie heute. Diese Sorten sind zusammen aufgewachsen, wurden zusammen gelesen und gekeltert, was die besonderen Reize des „Glottertälers“ ausmachte. Auch der heutige „Scheffelwein“ wird aus solchen noch vorhandenen Rebanlagen (40 Jahre und älter) gelesen und wie früher im Holzfass ausgebaut.

